AUS DER
WERKSTATT
Was beim Bauen von KI-Agenten und Automatisierungen tatsächlich passiert. Aus laufenden Projekten, mit den Fehlern, die dazugehören.
Langer Prompt, viele Regeln, ein Widerspruch
Wer Agenten baut, schreibt Anweisungen. Manchmal hunderte Zeilen. Was oben steht, widerspricht dann ab und an dem, was weiter unten steht.
Siebzig Gedankenstriche: der Prompt ist Vorbild, nicht nur Regelwerk
Ein Agent ignorierte die Stilregel im Prompt, weil der Prompt selbst dagegen verstiess. Achtundsechzig Gedankenstriche im Regeltext, null saubere Entwürfe.
Eine erfolgreiche Antwort ist kein Beleg
Die Schnittstelle meldet Erfolg, die Aufträge sind leer. Was «200 OK» wirklich bedeutet und warum das erst zwei Tage später auffällt.
Nach dem Kopieren antwortete der Bot am falschen Ort
Der schnellste Weg zum zweiten Agenten ist eine Kopie des ersten. Eine Kopie erbt aber auch jede Einstellung, die man nicht sieht.
Jede Nacht analysierte er alles noch einmal
Ein Ablauf lief wochenlang grün durch und machte trotzdem jede Nacht die gleiche Arbeit doppelt. Gemerkt haben wir es an der Rechnung.
Von der Bestellmail zum Verkaufsauftrag
Bestellungen kommen als PDF im Anhang. Jemand tippt sie ab. Wie ein Ablauf das übernimmt, und an welcher Stelle er in der Praxis scheitert.
Autonomie in drei Stufen
Die erste Frage vor jedem Projekt ist nicht, was der Agent können soll. Sie ist, was er ohne Rückfrage tun darf.
Der Agent zitierte die Fehlermeldung nicht, er deutete sie
Ein Ablauf lief gegen eine Schnittstelle, der Agent beschrieb den Fehler und lag dabei falsch. Wir suchten eine Stunde in der falschen Richtung.